Rund 100 Aktive proben den Einsatz in Hohenbodman


Die Freiwillige Feuerwehr hatte sich für ihre Jahreshauptübung ein brenzliges Objekt ausgesucht: das Anwesen Pfeifer in der Lindenstraße in Hohenbodman. Von der Straße her macht das Gebäude nicht den Eindruck, dass eine Brandbekämpfung besonders diffizil werden könnte. Im rückwärtigen Teil des Anwesens aber machte den Feuerwehrleuten ein Labyrinth von Anbauten das Leben schwer.
Matthias Pasewaldt kommentierte den Ablauf der Übung für die Zuschauer, unter denen sich auch Bürgermeister Hendrik Wengert befand, über eine Lautsprecheranlage. Der Übungsannahme zufolge war in dem im Erdgeschoss befindlichen Heizungsraum ein Brand ausgebrochen. Aufgrund der Rauchentwicklung waren zwei Personen in dem Gebäude eingeschlossen worden. Nach der Alarmierung über die Rettungsleitstelle in Friedrichshafen rückte als erstes die Feuerwehrabteilung Hohenbodman unter der Einsatzleitung ihres Abteilungskommandanten Michael Sieber an. Sofort wurde die Suche nach den vermissten Personen aufgenommen. Parallel dazu wurde eine Löschwasserleitung aufgebaut. „Neben der Brandbekämpfung am Übungsobjekt selbst gilt es, die eng angrenzenden Gebäude, die Kapelle und ein weiteres Wohnhaus vor einem Übergreifen des Feuers zu schützen“, klärte Matthias Pasewaldt die Zuschauer auf. Nach und nach wurde die Abteilung Hohenbodman durch die Abteilungen Taisersdorf, Owingen und zuletzt Billafingen mit dem weitesten Anfahrtsweg verstärkt.
Plötzlich mischte sich ein Stück Realität in die Übung, als sich eine Feuerwehrfrau beim Schieben eines Schlauchwagens so sehr am Bein verletzte, dass sie vom Roten Kreuz in ärztliche Behandlung gebracht werden musste. Diesen Vorfall aufnehmend, der zeige, dass die Feuerwehrleute bei ihrem ehrenamtlichen Dienst immer auch ihre Gesundheit aufs Spiel setzten, richtete Bürgermeister Wengert bei der Einsatzbesprechung mit Kreisbrandmeister Henning Nöh seinen Dank an die rund 100 aktiven Feuerwehrleute.
Quelle: Suedkuerier