Feuerwehr-Ehrenkreuz für Helmut Endres

Mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold, der höchsten Ehrung im Feuerwehrwesen überhaupt, wurde der langjährige Owinger Kommandant und Gesamtkommandant Helmut Endres ausgezeichnet. 
 

Mit dem Deutschen Feuerwehr-Kreuz in Gold wurde Helmut Endres (Zweiter von links) ausgezeichnet. Seit 30 Jahren ist er Owingens Abteilungskommandant, seit 25 Jahren auch Gesamtkommandant. Es gratulierten Bürgermeister Henrik Wengert (links), Klaus Erdenberger vom Kreisfeuerwehrverband sowie Kreisbrandmeister Hennings Nöh (rechts). Bild: Walter

Die Würdigung nahm Klaus Erdenberger als Vorstandsmitglied des Kreisfeuerwehrverbands im Rahmen des Festakts zum 125-Jährigen Bestehen der Owinger Wehr und zum 20-Jährigen Bestehen der Jugendfeuerwehr vor. Nicht nur in Owingen habe sich Endres über das normale Maß hinaus engagiert, der seit 1984 Kommandant und seit 1989 Gesamtkommandant ist. „Doch auch wenn der Kreisfeuerwehrverband gerufen hat, so war es für ihn immer selbstverständlich dabei zu sein“, sagte Erdenberger. Der amtierende Owinger Abteilungskommandant Christoph Franz hieß zahlreiche Vertreter benachbarter und befreundeter Feuerwehren, aber auch Repräsentanten anderer Hilfsorganisationen willkommen. Die herausfordernde Aufgabe und die Bedeutung der Feuerwehr illustrierte Bürgermeister Henrik Wengert in seiner Ansprache. „Sie leisten einen unschätzbaren Dienst für die Gemeinde und deren Bürger, denn was haben wir Menschen mehr als unser Leben. Wir brauchen Sie, Ihren Mut, Ihr Wissen und Ihre Umsicht. Und Ihre Bereitschaft dorthin zu rennen, von wo die anderen weglaufen.“ Der Gemeinderat werde daher auch in Zukunft „nicht nur ein offenes Ohr, sondern auch eine offene Börse für Ihre Anliegen haben“, versprach Henrik Wengert. Als „größtes Manko“ bezeichnete der Bürgermeister nach den neuen Errungenschaften in den Teilorten das Feuergerätehaus in Owingen selbst. Der Gemeinderat habe sich im Rahmen seiner letzten Klausurtagung davon überzeugen können, dass „hier möglichst zeitnah Abhilfe geschaffen werden muss“. Gesamtkommandant Helmut Endres ließ die Geschichte der Owinger Wehr kurz Revue passieren und erinnerte an die 39 Männer, die sich vor 125 Jahren zusammengeschlossen hatten. „Um alle Feuerwehrmänner einzukleiden, musste damals bei der Sparkasse Überlingen eine Anleihe von 1100 Mark aufgenommen werden“, berichtet Endres: „Das kostet heute genau die Einsatzkleidung für einen Feuermann – in Euro.“ Im Jahr 1889 mussten sich die Freiwilligen noch mit einer Handspritze begnügen, eine Leiter gab es erst drei Jahre später. Einigen Vorlauf hatte später die Gründung einer Jugendfeuerwehr. Unter der Regie von Helmut Endres und Karl-Heinz Schreiber als erstem Jugendfeuerwehrwart wurde sie 1994 ins Leben gerufen. Sie zählt derzeit 25 bis 35 Mitglieder. Um den Nachwuchs braucht Owingen also nicht bange zu sein. Auch beim Festwochenende habe sich die Jugendwehr mächtig ins Zeug gelegt und die Kinderspiele selbstständig organisiert. Endres: „Wir sind stolz auf unsere Jugend.“ Kreisbrandmeister Henning Nöh gratulierte der Owinger Wehr zu den Jubiläen und hatte sofort die Musik aus dem dramatischen Feuerwehrfilm „Backdraft“ erkannt, die Dirigentin Angela Gorber mit dem Musikverein einstudiert hatte. „Das war ganz toll“, war Nöh begeistert. Das Ehrenamt liefere bei der Feuerwehr Qualität und dürfe nicht Einsparungen zum Opfer fallen. „Wir sind auch nur Menschen und verletzlich“, betonte der Kreisbrandmeister. Deshalb müsse man der Feuerwehr den bestmöglichen Schutz und die bestmöglichen Geräte zur Verfügung stellen.

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